Über avaFelt

avaFelt das bin ich, Mel Martin, ausführlich: Emel Martin, wobei Emel eher wie Emelle ausgesprochen wird als Emil,
also ein Ein- Frauen- Unternehmen aus Berlin, das im März 2008 online ging.
Aber das ist ja nicht der Anfang der Geschichte …
Meine Leidenschaft für Stoffe und deren vielfältige Verwendungsmöglichkeiten erwachte schon im Mädchenalter, als ich meiner Mutter beim Nähen zuschaute und daraus meine eigenen Projekte ableitete, die da waren: Kleidchen und Wohnaccessoires für die Barbiepuppen und perlenbestickte Handtäschchen für mich selbst.
(Stricken und Häkeln wurden, wie sollte es anders sein, von der unvergesslichen Omama gelernt.)

Als es dann im Teenagealter darum ging, sich möglichst cool und individuell zu kleiden, weitete ich die designerischen Experimente auf die eigene Garderobe aus, was mir immerhin teils bewundernde, teils verwunderte Blicke eintrug, die Grenzen mußten ausgelotet werden …
Alles in allem kamen meine Kreationen doch recht gut an und das Designfieber ließ mich bisher nicht los.

Während ich den Textilbereich vorerst noch hobbymäßig erkundete, galt mein Hauptaugenmerk dem Tanz: Modern Dance, Ausdruckstanz, Contemporary Dance stand auf meinem Unterrichtsplan und eine Tänzerin wollte ich auch einige Jahre lang werden.
Bis ich feststellen mußte, dass ich gar nicht mich selbst als Medium in den Vordergrund stellen wollte, zumindest nicht beruflich, sondern die Materie gewordenen Ideen in Form von Tanzoveralls aus Nicki, Jeansröcken mit Glitzergarn, Patchworklederhosen, Schirmmützen etc etc.
… naja, wir waren ja alle mal jung und Ausprobieren gehört unbedingt dazu!

Ich schwenkte um und wurde Schnittdirektrice, d.h. ich lernte Schnitte für Bekleidung zu konstruieren, denn passen müssen die Kleidungsstücke schon, ansonsten kann sie ja keiner tragen bzw tragen und dabei gut aussehen.

Kurz darauf entdeckte ich den Filz und bemerkte, dass ich durch die Verbindung von Merinowolle und Seidenstoffen, auch genannt Nunofilz, die Tür zu einem verwunschenen, wilden Märchengarten geöffnet hatte.
Das Wort ‚Nuno‘ stammt aus dem Japanischen und bedeutet Gewebe.
Nunofilzen ist eine aufwendige Technik, bei der Wolle auf ein loses Gewebe, häufig Seide gefilzt wird. Die Wollfasern durchdringen während des Filzprozesses den Stoff und lassen ihn mitschrumpfen, wodurch eine neue, faszinierende Textur entsteht.
Der Entstehungsprozess ist langwierig, jedoch lohnend, denn das Ergebnis, die Verbindung der unterschiedlichen Materialien mit ihren materialtypischen optischen und haptischen Eigenschaften ist originell, floral, märchenhaft …

Als Filzkünstlerin kreiert man Textilien, die es in der Form nicht noch einmal gibt und die man in keinem Stoffladen kaufen kann.
Unikate, die nur von Hand hergestellt werden können.
Allerdings ist das recht arbeitsaufwendig und dadurch teuer, und ich spezialisierte mich auf Accessoires, die meist etwas unkomplizierter zu vermarkten sind, als hochpreisige Filzbekleidung.

Meine ersten Filzblüten gab es dann 2008 auf DaWanda und 2009 auf Etsy zu erwerben.
Das waren die Anfänge und für März 2016 ist mein eigener Webshop avafelt.de geplant, den Ihr, so hoffe ich, zahlreich besuchen werdet.
Es lohnt sich tatsächlich, mal reinzuschauen, viele Neuigkeiten sind in Planung.
Neben meiner „klassischen Filzkollektion“ gibt es neuerdings eine Wollwalk- Linie und es wird noch mehr Accessoires und Kleidung aus Baumwolle, Leinen, Schurwolle- Seide, also „Nichtfilz- Stoffen“, geben.

Ich freue mich auf Euer Feedback,
Mel